Ökostrom ohne Vertragslaufzeit

Die PURPA-Rechtsprechung bietet einen Präzedenzfall für die Durchsetzung langfristiger Verträge zwischen Versorgungsunternehmen und Nicht-Versorgungsunternehmen, unabhängig von Veränderungen, die auf dem Markt auftreten. So stellte der Court of Appeals for the Third Circuit 1995 in Freehold Cogeneration Associates/Board of Regulatory Commissioners fest, dass eine staatliche Regulierungsbehörde im Rahmen von PURPA eine zuvor implementierte PPA zwischen einem QF und einem Versorgungsunternehmen in keiner Weise ändern darf. 32444 F.3d 1178, 1194 (3d Cir. 1995). In diesem Fall hatte die Regulierungsbehörde die QF angewiesen, ihren Vertrag mit dem Versorgungsunternehmen neu auszuhandeln, nachdem die vermiedenen Kosten des Versorgungsunternehmens deutlich unter den vereinbarten Preis gefallen waren. 325Id. bei 1183. Das Gericht begründete dies damit, dass der Kongress beabsichtigt habe, QFs von den staatlichen und föderalen Vorschriften für Versorgungsunternehmen auszunehmen, so dass die staatliche Regulierungsbehörde von einer Änderung der Vertragsbedingungen vorweggenommen wurde, selbst wenn sie im Allgemeinen die Befugnis dazu unter ihrer Verwaltungsgewalt hätte. 326Id. bei 1192. Daher wäre die Verpflichtung von Versorgungsunternehmen, langfristige Verträge mit einem Festpreis abzuschließen, nicht unvereinbar mit der derzeitigen PURPA-Implementierung in den Staaten, die langfristige Verträge erfordern. Dennoch müsste die Bundesregierung mehr Autorität durchsetzen, indem sie in allen Staaten langfristige Verträge verlangt, anstatt sie zuzulassen.

Das andere große Problem mit PURPA ist seine Einstellung vermieden Kosten als der höchste Preis, dass ein Dienstprogramm erforderlich sein könnte, um einen QF zu zahlen. Wenn die Öl- und Gaspreise hoch sind, können vermiedene Kostensätze ausreichen, um Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern. 94Vgl. Martinot et al., s. o., Anmerkung 67. In den letzten Jahren ist der Ölpreis jedoch gesunken, und die Erdgasversorgung ist gestiegen, was die vermiedenen Kosten für Versorgungsunternehmen erheblich gesenkt hat. 95Public Utility Regulatory Policy Act (PURPA), oben Anmerkung 67; siehe auch Beck & Martinot, supra note 23, bei 371 (mit der Feststellung, dass die Energiepreise in den 1990er Jahren nicht wie erwartet gestiegen waren und neue Erdgas-Kraftwerke ans Netz gingen, wodurch erneuerbare Energien weniger wettbewerbsfähig waren). Vermiedene Kostenberechnungen berücksichtigen in der Regel keine extrinsischen Kosten wie Umweltzerstörung. 96Vgl. Ferrey et al., oben Note 74, 142. Würden diese extrinsischen Kosten einbezogen, würden die vermiedenen Kosten steigen, was die Wettbewerbsfähigkeit der erneuerbaren Energien erhöhen würde.

97Public Utility Regulatory Policy Act (PURPA), oben Anmerkung 67. In den meisten Staaten sichert eine solche niedrige Obergrenze den Anlegern jedoch keine angemessene Rendite ihrer Investitionen.